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Corona-Albtraum: Ganz schnell aufwachen

Vor 10.000 Jahren bildeten unsere Vorfahren Gruppen über die reine Familien-Bande hinaus; es entstanden Niederlassungen, Dörfer, schließlich Städte. Ausgerechnet diese sind heutzutage am schwersten von der Krise getroffen. Allerding nicht durch Corona, sondern durch die diversen Quarantäne-Maßnahmen der Regierung, die seit Februar widerspruchslos agiert und regiert – in Deutschland, in den Nachbarstaaten, weltweit. Wie viele Menschen würden in diesen Tagen ohne diese Quarantäne? – Wir wissen es nicht. Tag für Tag erzählen Virologen, dass sie es auch nicht wissen. Ein britischer Professor prophezeit noch vor kurzem, dass Corona allein in Großbritannien eine halbe Million Menschen töten würde. Es sind bis heute ungefähr 35.000.

Die Zahlen der Toten, die mit oder an Corona sterben, gehen weltweit auf 350.000 zu. Das ist die Hälfte der jährlichen Malaria-Opfer. 7,1 Millionen Menschen sterben jährlich durch die Folgen des Rauchens, in Deutschland waren es 2019 120.000; die Zahl der Corona-Opfer liegt in Deutschland bei 8144.

Gewiss ist, dass bei uns wichtige Teile des Lebens sterben. Nicht Politiker und Beamte oder andere Staatsangestellte – die sind immun. Diejenigen, die vom Betrieb ihres Geschäft oder ihres Restaurants abhängig sind, nicht. Auch nicht diejenigen, die nicht von staatlicher Unterstützung leben, sondern von ihrer eigenen Kreativität – auch sie treibt es in Richtung Abgrund. Es gibt kein Argument dafür, dass die eine Gruppe leidet, die andere von der Corona-Krise nichts spürt. Es heißt doch immer, zusammen würden wir es schaffen?

Ein Zusammenleben auf eineinhalb Meter Abstand ist erstens unmöglich und zweitens immer mit Repression verbunden. Hinzu kommt: dieser 1,5-m-Abstand basiert auf Angst – ein elementarer Widerspruch zum modernen Zusammenleben, das letztendlich Neugier, Nähe vom Nächsten und vom Fremden, aber auch Widerspruch basiert.

Unseren Kindern wird in dieser Zeit alles genommen: der Kontakt mit den Schul-und Sportkameraden, die Möglichkeit Neues zu erfahren und zu erleben. Das Hohe Lied auf Homeschooling, das von einigen in diesen Tagen gesungen wird, wird sich nicht lange in der Hitparade halten. Kein Elternpaar kann seinen Kindern an fachlicher Kompetenz mitgeben, was Schule mitgeben kann. Das gilt auch für den Grundschulbereich. Der frühere Lehrer-Präsident Josef Kraus: „Darüber hinaus bedürfte es schon eines privaten Netzwerkes, das schier der regulären Gründung einer Privatschule gleichkäme. Vor allem aber wird „Home-Beschulten“ die ganze Bandbreite schulischen sozialen Lernens und schulischer Kultur vorenthalten.“ Die Kinder verpassen den sozialen Kontakt mit ihresgleichen, erleben nicht das, was der gemeinsame Besuch einer Theateraufführung oder der gemeinsame Sportkursus leisten.

Alle, auch sie, sind Teil eines durch Menschen verordneten Albtraums, der nur beendet werden kann, wenn man ganz schnell aufwacht.

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