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Kindeswohl: Wer trägt die Verantwortung

Von EGON BOESTEN

Egal, welche Zeitung Sie aufschlagen, egal, welches Medium Sie nutzen. Die Katastrophenmeldungen reißen nicht ab: Viele Familien leiden unter den Corona-Beschränkungen. Leider erst jetzt gerät die Situation von Kindern und Familien in den Fokus öffentlicher Debatten. Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) warnte vor den Folgen und forderte, die Schulen so rasch wie möglich ohne Wenn und Aber wieder zu öffnen. „Schon jetzt berichten Kinderärzte und Jugendtherapeuten über eine massive Zunahme von Kindern, die verhaltensauffällig sind”, sagte KBV-Chef Andreas Gassen. „Kein Wunder, wenn sie über Wochen keine anderen Kinder zum Spielen und keine strukturierten Tage mehr haben.”

Nicht nur Herr Gassen unterstreicht, wie sehr die Bildungschancen der Kinder „vernichtet werden“. Als Infektionstreiber seien Kinder bisher nicht aufgefallen. Der Direktor der Westfälischen Kinderklinik Dortmund, Dominik Schneider, beklagt auch schwere psychische und körperliche Störungen bei Kindern durch die Pandemie. Quer durch alle Schichten hätten die Belastungen und Erkrankungen zugenommen, sagte Schneider im Deutschlandfunk und nennt: „Depressive Störungen, Essstörungen, Gewichtszunahme oder pathologisches Medienverhalten.“

Man müsse endlich die Stimmen der Kinder hören, meint der Direktor der Dortmunder Kinderklinik. Sind sich die Verantwortlichen, die diese die Kinder schädigenden Maßnahmen beschließen und diktieren eigentlich dessen bewusst?

Egon Boesten ist Schulleiter und Geschäftsführer der Leibniz Privatschule.

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