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Warum die niederländischen Kinder die glücklichsten der Welt sind

Eine Untersuchung von UNICEF in den 29 reichsten Ländern der Welt förderte es jüngst zutage: Die Holländer haben die glücklichsten Kinder der Welt. Eine in den Niederlanden lebende asiatisch-amerikanische Schriftstellerin und eine britische Journalistin haben sich auf die Suche nach den Gründen gemacht. Ihre Ergebnisse stehen in ihrem Buch „The Happiest Children in the World. Bringing Up Children the Dutch Way” (Niederländisch: “De gelukkiigste kinderen van de wereld. Opvoeden The Dutch Way“) – was im Deutschen nichts anderes bedeutet als: „Die glücklichsten Kinder der Welt. Erziehen nach der holländischen Methode“. Auf den ersten Blick haben die beiden Autorinnen folgendes festgestellt:

Glücklich sein heißt aber nicht, dass niederländische Kinder dauernd fröhlich singend durch die Straßen spazieren, sondern selbstbewusst und selbstsicher mit einer starken Familienbande ihren Platz in der Welt finden. Warum aber gehen niederländische Eltern nicht gebückt durch diese Sorgen und zeigen nicht dieses übertriebene ängstliche Helikoptereltern-Verhalten?

Eine Antwort lässt sich kurz geben: Die Niederlande haben die Reputation ein offenes, tolerantes Land zu sein, gerade auch in Sachen Sex, Drogen und Alkohol. Doch darunter versteckt sich eigentlich ein ziemlich konservatives Völkchen, in dem das Kind im Mittelpunkt steht. Allerdings sehen die Eltern ihre Kinder als Individuen und nicht als Verlängerungsstück ihrer eigenen Persönlichkeit. Deshalb kennt die niederländische Erziehungsmethode, wenn man diesen Begriff einfach verwendet, die unfassbare Balance zwischen elterlicher Sorge und gesunder Verwahrlosung. Sie sind bestimmt, aber nichtautoritär.

BU: Egon Boesten (62) ist Schulleiter und Geschäftsführer der Leibniz Privatschule in Bad Bramstedt, die demnächst auch in Kaltenkirchen zu Hause ist. Nicht nur weil er selbst Holländer ist, begeistert er sich für den niederländischen Erziehungsweg.

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