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Snowtubing bis zur totalen Erschöpfung

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Inzell/Elmshorn/Hitzhusen. Seit Samstag, 4. Februar sind die Fünftklässler der Leibniz Privatschule mit ihren Klassenlehrern in Inzell. Thema der Sportwoche im Sportcamp des bayrischen Sportverbandes: Wintersportarten kennen lernen. Sebastian Weisser, Sport- und Nawi-Lehrer aus Hitzhusen schreibt:

FREITAG:Um neun Uhr Aufbruch zum Rodeln. Das Wetter verspricht einen trüben Tag. Teilweise herrscht Whiteout. Doch die Berge sind die Herren desbLandes und wer sie erklimmt wird belohnt: Über der Wolkendecke herrscht strahlender Sonnenschein. Die Rodelbahn am Adlgaß  ist in perfektem Zustand. Jauchzend und kreischend stürzen sich die Kinder den Hang hinunter. Nach dem Mittagessen geht die Fahrt nach Rupholding ins Wellenbad. Genau wie das Rodeln eine große Spaßveranstaltung. Über zwei Stunden stürzen sich die Kinder in die Wellen. Der Abend verläuft dann weniger spaßig: Hütten müssen geputzt und Koffer gepackt werden. In einigen Hütten durchaus eine zeitaufwendige Aufgabe.

DONNERSTAG: Unser erstes Ziel an diesem Tag ist das „Haus der Berge“. In diesem, als Tor zum Nationalpark, bezeichneten Gebäude wird die Alpenwelt vorgestellt. Lebewesen wie der Steinbock oder das Murmeltier lassen sich „erfassen“ genauso wie Fels, Bergwelt und die Geschichten und Legenden der Region. Wer weiß schon, dass der Watzmann einst ein grausamer König war oder das die Steinadler wieder heimisch sind in Deutschlands einzigem Alpennationalpark.

Der Nachmittag bringt uns dann in den Nationalpark. Von Hintersee aus laufen wir durch die verschneiten Wälder zu der Stelle von der aus wir Rotwild beim Fressen beobachten können. Der König des Tales verwehrt uns seinen Präsenz: Die Adler sind heute nicht auf Jagd, die tief hängenden Wolken verhindern eine effektive Jagd. Für die aufmerksamsten Beobachter zeigt sich, hoch im Steilhang über dem Weg, eine Gemse. 

Vor dem Abendessen steht die Halle für Sport zur Verfügung. Heute sind aber tatsächlich nur die hartgesottenen Sportler dabei. Einige ziehen sich in aller Ruhe in die Hütten zurück. Beim „Spiel ohne Grenzen“ setzt sich das Team „Die roten Bullen“ der LPS gegen die anderen Mannschaften durch und erreicht den dritten Platz.

MITTWOCH: snowtubingDer Vormittag beginnt mit Biathlon. Leider lassen die Wetterbedingungen keine echtes Schneeerleben zu, aber die Routine unserer Betreuer kippt nicht so leicht. Während die Jungs auf dem Airtramp ihre Fitness und Geschicklichkeit unter Beweis stellen müssen, sind die Mädchen auf dem Parkour in der Halle unterwegs. Diverse Hindernisse und die, für Biathlon essentielle, Schießbahn sind die Herausforderung denen sich die Teilnehmer stellen müssen. Auch der Durchlauf der männlichen Jugend gestaltet sich als intensiver Wettkampf. Wer die Lorbeeren des Siegers mit nach Hause nimmt, steht noch nicht fest.

Am Nachmittag steht Snowtuben auf dem Plan. Sich in einem Autoreifen die Piste herunterzustürzen scheint einigen als sehr unsichere Transportmöglichkeit. Spätestens nach der ersten Runde stellt sich jedoch heraus, dass beim Dreiergestirn Tube-Schüler-Piste eine Trennung nur schwer möglich ist. Viele nehmen erschöpft Abschied als der Bus zur Heimfahrt aufbricht. Am Abend allerdings sind die ersten wieder sportbereit: Eineinhalb Stunden Fußballturnier. Faulenzen ist was für die anderen.

DIENSTAG: Mozarthaus, Haus der Natur und ein sportlicher Wettkampf

SalzburgKultur gehört dazu und so ist der Ausflug nach Salzburg ein großartige Sache. Da es ins Ausland geht ist die Aufregung doppelt so groß. Aber sofort wird festgestellt, dass man ja englisch könne und man deswegen Notfalls jemanden nach dem Weg fragen könne. So sind alle entspannt und freuen sich auf die Stadt. Dort angekommen sorgt der Dom für staunende Blicke, den seine Größe ist imponierend und das Innere ist prächtig gestaltet. Obligatorisch der Besuch an Mozarts Geburtshauses. 

Im Haus der Natur verteilen sich die Schüler schnell im Haus. Aquarium und Science Center kommen besonders gut an und die eineinhalb Stunden sind für viele knapp bemessen. Wirklich alles konnte man sich nicht ansehen, aber einer Rückkehr steht nichts im Wege. Der Tag endet am Abend mit dem campeigenen „Spiel ohne Grenzen“ bei dem alle Klassen im Camp teilnehmen. Ob wir etwas gewonnen haben werden wir am Donnerstag Abend wissen….

MONTAG: Der Tag beginnt mit einer schönen Überraschung: Es schneit. Die Aufregung der Schüler wird so nur verstärkt und es fällt schwer keine Schneeballschlacht anzuzetteln. Nach der Skiausgabe geht es zum Bus. Auf den Loipen im Drei-Seen-Gebiet werden Technik und Kondition verbessert. Dabei bleibt das Glück einigen hold: Sie treffen Simon Schempp und bekommen vom Silbermedaillengewinner im Biathlon ein Autogramm. Die Brotzeit auf halber Strecke bringt neue Energie um das Ziel, das Biathlonzentrum in Ruh-20170206_121213 20170206_121243 20170206_121317 20170206_121413 20170206_121549  

20170206_121802polding, zu erreichen. Beachtliche 15km sind am Ende zurückgelegt worden. Der Mittag nach Kaffee und Kuchen steht unter dem Motto: Trocken was das Zeug hält. Der Schnee und die Anstrengungen haben ihr Spuren hinterlassen und einigen singt das Kopfkissen eine leise Melodie. Abends, zur Disko, werden dann hoffentlich alle wieder volle Akkus haben. Denn feiern tut jeder gern.

Samstag morgens Abfahrt um 4 Uhr früh. Für unsere jüngsten Sekundarschülern eine aufregende Zeit. Die Erwachsenen stehe noch müde dabei. Ein kurzes Winken und das Abenteuer Klassenfahrt beginnt. Unser erster Stop ist Elmshorn. Hier treffen Hitzhusener Schüler mit ihren Schulkameraden von dort zusammen und gemeinsam geht es auf die lange Fahrt. Abends um 18 Uhr trifft der Bus in Inzell ein. Nach dem Abendessen, das gleich angestrebt wird, geht es zum Bezug der Hütten. Der erste Tag endet mit einem warmen Bett und aufgeregt schnatternden Schülern.

Nachdem die erste Nacht in der Fremde hinter den Schülern liegt, beginnt der neue Tag mit der nächsten neuen Erfahrungen: Langlauf. Ausgerüstet mit Skimaterial geht es auf die Loipe. Mit den „langen Schuhen“ fällt es dem ein oder andere schwer stehen zu bleiben oder sich fortzubewegen. Der Schnee sucht häufig engen Kontakt zu seinen Gästen von der Küste. Doch das viele Üben bringt kleine Meister hervor und noch vor dem Mittagessen bewegen sich alle zügig über den Schnee. Der Mittag bringt dann vor allem eine neue Erkenntnisse: Langlaufen ist verdammt anstrengend, macht aber unglaublich viel Spaß.

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